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Filmkritik zu "Das gibt Ärger"
Die etwas andere Romatikkomödie
Jan Hongsermeier, 16.02.2012
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Tom Hardy, Reese Witherspoon und Chris Pine auf der Premiere in Los Angeles
Pünktlich zum diesjährigen Valentinstag startete in den USA "This means war" ("Das gibt Ärger") in den Kinos, bewusst also an einem Dienstag und nicht wie gewöhnlich an einem Donnerstag, um die Säle am Tag der Liebenden, dem Zielpublikum entsprechend, zu füllen. In Deutschland ist Regisseur Joseph McGinty "McG" Nichols actiongeladene Komödie allerdings erst ab dem 1.März zu sehen.

Die beiden CIA Agenten FDR (Chris Pine) und Huck (Tom Hardy) sind Partner, beste Freunde und verlieben sich zufällig in dieselbe Frau, Lauren (Reese Witherspoon). Schon bald werden aus den Freunden Rivalen und es beginnt ein hemmungsloser Konkurrenzkampf um Laurens Herz. Mit dem Equipment und den Möglichkeiten der CIA, High-Tech-Überwachung, modernster Taktik und einem riesigen Waffenarsenal versuchen sie den jeweils anderen zu übertrumpfen und Dauer-Single Lauren für sich zu gewinnen. Der Zeitpunkt für diesen Kleinkrieg ist allerdings denkbar schlecht, da Bösewicht Karl Heinrich (Til Schweiger) FDR und Huck für den Tod seines Bruders verantwortlich macht und sich an ihnen rächen will.

Geprägt wird McGs Werk von den action- und humorreichen Versuchen der beiden Spione Lauren für sich zu gewinnen und dem jeweils anderen dabei die Tour zu vermasseln. FDR, ein typischer Frauenheld, der jede verführt, die nicht bei drei auf den Bäumen ist und Huck, der sich nach einer festen Beziehung, der großen Liebe und Familienleben sehnt, spielen hierbei zwei klischeehafte und völlig verschiedene Charaktäre, die durch ihre unterschiedliche Herangehensweise den Film sehr kurzweilig erscheinen lassen.

Der Valentinstag-Film 2012 ist dieses Jahr erfrischend anders, weil er nicht dem Stereotyp der Liebeskomödie entspricht: Kerzenschein, Dinner mit dem Partner, eine Rose und Pralinen für die Liebste sowie der obligatorische Weg in die von Kitsch ertränkte Romantikkomödie schließen den gewöhnlichen Valentinstag ab. Aber nicht mit "Das gibt Ärger"! Gelangweilte und gähnende Männergesichter wird man in McGs Agenten-Komödie kaum finden, viel mehr überzeugt der Streifen mit viel High-Speed-Action und Humor, ohne dabei aber seinen Charme einer romantischen Komödie zu verlieren.

Diese Mischung spricht den Geschmack beider Geschlechter gleichermaßen an und bietet die ideale Grundlage für einen gelungenen Pärchenabend. Die gekonnte und gelungene Zusammensetzung der verschiedenen Genres - Action, Komödie und Romantik - bieten eine unterhaltsame Basis, ohne dabei aber wirklich überraschen zu können. Der Film hält das, was der Trailer und die geschnürrten Erwartungen versprechen, zu mehr reicht es in McGs storyarmer Actionkomödie jedoch nicht.

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