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Wallfahrtsorte in Hessen

Wer sich mit Wallfahrtsorten beschäftigt, denkt vermutlich zunächst an Rom, Santiago de Compostela oder an Basilika die Jungfrau von Guadalupe in Mexiko. Aber auch ohne eine halbe Weltreise unternehmen zu müssen, findet man im schönen Hessenland idyllisch gelegene Wallfahrtsorte, die viele Pilger und Wallfahrer Tag für Tag aufsuchen.
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Das am Rhein gelegene hessische Gernsheim weiß mit seiner, inmitten von kleinen Wasserläufen durchzogenen Riedlandschaft gelegenen, Wallfahrtskirche Maria Einsiedel zahlreiche Pilger und Wallfahrer zu begeistern. Erstmals wurde sie im Jahr 1493 erwähnt.
Die Bonifatiuswallfahrt befasst sich mit dem Trauerzug aus dem Jahr 754 in dem der Missionar und Kirchenreformer Bonifatius von Mainz zu seiner letzten Ruhestätte nach Fulda gebracht wurde. Die beiden bedeutenden Bischofsstädte bilden den Start und das Ende einer Route mit den unterschiedlichsten Kulturlandschaften mit dem Grabes des Heiligen Bonifatius im Fuldaer Dom als Ziel.
Marienthal ist einer der ältesten Wallfahrtsorte in Deutschland. Die erste Wallfahrt nach Marienthal begann im Jahr 1309 als der Jäger Hecker Henn vor dem Marienbild niederkniete und die Mutter des Herrn um ihre Führbitte bat. Der im Dienst des Junkers Hans Schaffrait stehemde Jägersmann verlor durch einen Unfall sein Augenlicht und fand bei Ärzten keine Hilfe mehr.
Hinter dem Eibinger Reliquienschatz verbirgt sich die Geschichte der berühmten Hildegard von Bingen. Ihr Geburtsdatum wurde um 1098 in Bermersheim vor der Höhe geschätzt. Am 17. September 1179 starb sie im Kloster Rupertsberg bei Bingen. Besonders an ihrem Todestag pilgern viele Wallfahrer nach Eibingen um der Prozession ihr zu Ehren teilzunehmen.
Die westhessische Gemeinde Beselich im Landkreis Limburg-Weilburg ist Heimat der Marien-Wallfahrtskapelle "Maria Hilf". Sie zählt zu den den bedeutesten und bekanntesten Wallfahrtsorten der Region. Auf der Strecke zwischen Obertiefenbach und Beselich findet man sieben kleine Kappelchen zum Gedächtnis der Sieben Schmerzen Mariens. Dieser Pfad wird deshalb auch gerne in die Wallfahrt mit einbezogen.
Am 4.September 1342 soll sich im böhmischen Erzgebirge nahe dem Ort Quinau, der Legende nach, ein Phänomen abgespielt haben worauf die Quinauer Wallfahrt zurückzuführen ist. Heute findet die Wallfahrt neben Quinau auch im nordhessischen Trutzhain statt.
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